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Deutsches Ärzteblatt - Aktuelles

Schulgeld für nichtakademische Gesundheitsberufe in Mecklenburg-Vorpommern auf Prüfstand

Fri, 14 Dec 2018 18:26:00 +0100

Schwerin – Nach der Pflegeausbildung soll in Mecklenburg-Vorpommern auch das Schulgeld für die Ausbildung in nichtakademischen Gesundheitsberufen abgeschafft werden....



Bundesrat billigt höhere Beiträge zur Pflegeversicherung

Fri, 14 Dec 2018 18:24:00 +0100

Berlin – Für die Pflegeversicherung müssen die Deutschen ab Januar deutlich mehr bezahlen. Der Bundesrat billigte heute ein Gesetz, mit dem die Pflegebeiträge um 0,5...



Bundesrat stimmt für Abschaffung von Importquote für Arzneimittel

Fri, 14 Dec 2018 18:02:00 +0100

Potsdam – Der Bundesrat hat heute der Initiative Brandenburgs zur Abschaffung der Importquote beim Verkauf von Arzneimitteln zugestimmt. Derzeit müssen deutsche Apotheken...



Sachsens Landtag will Probleme in der Kinder- und Jugendpsychiatrie angehen

Fri, 14 Dec 2018 17:39:00 +0100

Dresden – Sachsens Landtag will überlangen Wartezeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht mehr tatenlos zusehen. Bei einer Debatte im Landtag waren sich...



Hamburger Bürgerschaft finanziert medizinische Sprachmittler

Fri, 14 Dec 2018 17:09:00 +0100

Hamburg – Sprachbarrieren erschweren vielerorts die Behandlung psychisch kranker und behinderter Geflüchteter. In Hamburg beugen zwei entsprechende Sprachmittlerpools...



Bis zu 20 Prozent aller Medizinstudienplätze für künftige Landärzte in Mecklenburg-Vorpommern

Fri, 14 Dec 2018 16:38:00 +0100

Schwerin – Mehr Ärzte für Mecklenburg-Vorpommerns ländlichen Raum: Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) hat gestern im Landtag ein Gesetz angekündigt, mit dem künftig...



bundesaerztekammer

Bundesärztekammer

Hamburg: Sprechen Sie Tigrinya?

Fri, 14 Dec 2018 10:32:16 +0000

Hamburg -Hamburgische Bürgerschaft ermöglicht geflüchteten Menschen sprachliche Verständigung in der ambulanten Gesundheitsversorgung: Mittel zur Weiterfinanzierung des SprachmittlerInnenpools für psychotherapeutisch-psychiatrische Versorgung und für medizinische Versorgung von behinderten Geflüchteten wurden im Haushalt 2019/2020 bereitgestellt

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die vor 70 Jahren von den Vereinigten Nationen verabschiedet wurde, ist in Artikel 26 das Recht auf gesundheitliche Versorgung deklariert. Wie aber kann man in Deutschland fachgerechte medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es keine/n BehandlerIn gibt, die/der beispielsweise Tigrinya spricht und so geflüchteten Menschen aus Eritrea helfen kann?

Hamburg -Hamburgische Bürgerschaft ermöglicht geflüchteten Menschen sprachliche Verständigung in der ambulanten Gesundheitsversorgung: Mittel zur Weiterfinanzierung des SprachmittlerInnenpools für psychotherapeutisch-psychiatrische Versorgung und für medizinische Versorgung von behinderten Geflüchteten wurden im Haushalt 2019/2020 bereitgestellt
In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die vor 70 Jahren von den Vereinigten Nationen verabschiedet wurde, ist in Artikel 26 das Recht auf gesundheitliche Versorgung deklariert. Wie aber kann man in Deutschland fachgerechte medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es keine/n BehandlerIn gibt, die/der beispielsweise Tigrinya spricht und so geflüchteten Menschen aus Eritrea helfen kann?

Hamburg hat als erstes Bundesland eine Antwort auf diese Frage gefunden. Die 5.000 ambulant tätigen ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen in Hamburg können kostenlos auf qualifizierte SprachmittlerInnen zurückgreifen, so dass psychisch erkrankten wie auch behinderten Geflüchteten ein Zugang zur gesundheitlichen Regelversorgung ermöglicht wird.
Nach einer ersten evaluierten Modellphase werden beiden Teilprojekte („Hamburger Sprachmittlerpool für die ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung“ & „Hamburger Sprachmittlerpool für Menschen mit Behinderung) von der Hamburgischen Bürgerschaft für weitere 1,5 Jahre finanziell unterstützt.

Dr. Pedram Emami, Präsident der Ärztekammer Hamburg: „Es ist bundesweit einmalig, dass eine bislang stark benachteiligte Gruppe im Gesundheitssystem Zugang zur Regelversorgung erhält. Dies ist ein wichtiger Anfang, den wir sehr begrüßen. Denn ohne qualifizierte und finanzierte Sprachmittlung ist qualifizierte medizinische Versorgung kaum zu leisten. Wir brauchen für alle PatientInnen Sprachmittlung in der Regelversorgung!“

Dipl.-Psych. Heike Peper, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer Hamburg: „Menschen, die psychisch erkrankt sind, benötigen in der psychotherapeutischen Behandlung die Sprache, die ihnen am vertrautesten ist. Da es nur sehr wenige PsychotherapeutInnen gibt, die geflüchtete Menschen in ihrer Muttersprache behandeln können, ist der Einsatz qualifizierter SprachmittlerInnen unerlässlich. Dass die SprachmittlerInnen im geförderten Projekt regelmäßig Supervision erhalten, finde ich sehr wichtig.“

Kristin Alheit, Geschäftsführende Vorständin des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbands Hamburg: „Die Teilhabe an der gesundheitlichen Versorgung ist ein elementares Menschenrecht, auch für Menschen, die mit der Sprache der Mehrheitsgesellschaft nicht vertraut sind. Ich bin sehr froh, dass dieses Grundrecht nun auch für einen Teil der nicht deutschsprachigen Menschen in Hamburg gilt.“

Axel Graßmann, Geschäftsführer Landesverband Lebenshilfe Hamburg: „Wir sind sehr erleichtert, dass es jetzt möglich ist, geflüchtete Menschen mit Behinderung bei Arztbesuchen und Kontakten zu Beratungsstellen durch einen qualifizierten Sprachmittler zu unterstützen. Diese Menschen werden nun in die Lage versetzt, ihre eigenen gesundheitlichen Bedarfe vorzutragen und Antworten verstehen zu können. Die qualifizierte Unterstützung in der Kommunikation ist ein wesentlicher Schritt zur Teilhabe und Integration Geflüchteter mit Behinderung“.

Dr. Mike Mösko, Vorsitzender von SEGEMI e.V.: „Wir sind sehr erfreut, das fundamentale Problem der Finanzierung von Sprachmittlung bei der Behandlung nicht deutschsprachiger PatientInnen zumindest temporär gelöst zu haben. Nun gilt es, noch mehr, ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen für die Arbeit mit professionellen SprachmittlerInnen zu motivieren. Angesichts einer leistungsorientierteren Versorgung und Vergütung erscheint die Arbeit mit SprachmittlerInnen als wenig attraktiv. Wir hoffen sehr, dass wir dieses Spannungsfeld entzerren und KollegInnen zur Arbeit zu Dritt motivieren können.

www.aerztekammer-hamburg.de



BÄK begrüßt digitales Rezept / Weitere Maßnahmen für mehr Arzneimittelsicherheit notwendig

Fri, 14 Dec 2018 08:04:20 +0000

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Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat die in dem Entwurf zum GSAV (Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung) enthaltenen Regelungen für das digitale Rezept begrüßt. Vor der Verbändeanhörung des Referentenentwurfs im Bundesgesundheitsministerium am kommenden Montag sagte er: „Der Deutsche Ärztetag hat in diesem Jahr berufsrechtlich den Weg für die ausschließliche Fernbehandlung geebnet. Es ist folgerichtig, dass jetzt auch der Gesetzgeber tätig wird und die ärztliche Verschreibung von Arzneimitteln im Rahmen einer ausschließlichen Fernbehandlung ermöglicht.“ Montgomery wies darauf hin, dass Ärzte auch bei der Arzneimittelverordnung im Rahmen der ausschließlichen Fernbehandlung ihrer im Berufsrecht verankerten Sorgfaltspflicht nachkommen müssten. „Sie müssen in jedem Einzelfall prüfen, ob die Arzneimittelverschreibung aus der Ferne medizinisch vertretbar und sicher ist oder nicht", so der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK).

In ihrer schriftlichen Stellungnahme zu dem Gesetzesvorhaben äußern sich die Bundesärztekammer und Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) auch zu weiteren mit dem GSAV geplanten  Regelungen. Sie begrüßen ausdrücklich, dass der Gesetzgeber nach den Arzneimittelskandalen der vergangenen Monate Maßnahmen  für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung ergreifen will. Insbesondere sind aus Sicht der BÄK und der AkdÄ die Stärkung der Koordinierungsfunktion der Bundesoberbehörden bei Vorkommnissen mit gefälschten bzw. qualitätsgeminderten Arzneimitteln sowie die Erweiterung ihrer Rückrufkompetenz bei Sachverhalten richtige und wichtige Vorhaben. Weitere Schritte seien jedoch notwendig. BÄK und AkdÄ fordern den Gesetzgeber auf, weitere „Lücken“ in der Überwachung des Verkehrs mit Arzneimitteln durch geeignete gesetzliche Regelungen zu schließen und damit für höhere Patientensicherheit in der medikamentösen Therapie zu sorgen.

So fordern BÄK und AkdÄ den Gesetzgeber auf, ein Verbot des Parallelvertriebs von Arzneimitteln in die fachliche und politische Diskussion einzubringen. Der Grund: Die Vertriebswege und Lieferketten von Arzneimitteln in und außerhalb der Europäischen Union mit mehreren Zwischenhändlern seien unübersichtlich und hätten in den letzten Jahren häufig zu kriminellen Manipulationen geführt beziehungsweise diese begünstigt. „Der Parallelvertrieb von Arzneimitteln dient dabei zunehmend als Zugangsweg für gestohlene oder gefälschte Arzneimittel. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der sogenannte Lunapharm-Skandal“, heißt es in der Stellungnahme.

Auch für die Sicherstellung der Versorgung von Patienten mit essenziellen Arzneimitteln seien die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend. Versorgungsengpässe bestünden weiterhin. Als Beispiele seien die aktuellen Liefer- und Versorgungsengpässe zu Ibuprofen, zum Antibiotikum Piperacillin/Tazobactam sowie zum Antimykotikum Amphotericin B genannt. BÄK und AkdÄ fordern die Einführung einer verpflichtenden Meldung der pharmazeutischen Unternehmer im Fall von unmittelbar drohender Gefahr eines Versorgungsmangels der Bevölkerung. Die zuständigen Behörden sollten in solchen Fällen insbesondere anordnen können, dass pharmazeutische Unternehmer und Arzneimittelgroßhandlungen geeignete Vorkehrungen zur Gewährleistung der Verfügbarkeit des betreffenden Arzneimittels ergreifen müssen. Im Fall von nicht erfolgten oder nicht rechtzeitig erfolgten Meldungen müssten geeignete Sanktionsmaßnahmen greifen können.

Gemeinsame Stellungnahme der Bundesärztekammer und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zum Referentenentwurf eines Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) (Bearbeitungsstand: 14.11.2018) [PDF]



TSVG: Gesetzgeber konterkariert seine eigenen guten Ansätze

Thu, 13 Dec 2018 09:09:48 +0000

Berlin – „In Politik und Medizin gilt gleichermaßen: Nur wenn die Diagnose stimmt, kann die Therapie anschlagen. Leider ist beim geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) schon die Grundannahme falsch, dass vermeintliche Versorgungsengpässe von unzureichenden Sprechstundenzeiten herrühren. Richtig ist: Ärztinnen und Ärzte arbeiten schon jetzt am Limit und oftmals auch darüber hinaus. Wer spürbare Verbesserungen für die Patienten will, muss genau hier ansetzen und für Entlastung sorgen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zur heutigen ersten Lesung des TSVG im Deutschen Bundestag. Notwendig seien mehr Medizinstudienplätze, attraktive Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt wirksame Maßnahmen gegen Kommerzialisierung und Konzernbildung im deutschen Gesundheitswesen. Darauf sollte der Gesetzgeber abzielen, statt die Arbeit von Ärzten und Selbstverwaltung mit Reglementierung und Kontrollbürokratie weiter zu belasten.

Mit Blick auf die geplanten offenen Sprechstunden und die Ausweitung der Mindestsprechstundenzeiten warnte Montgomery: „Viele gute Ansätze in dem Gesetzentwurf werden teilweise durch massive Eingriffe in die Praxisabläufe und in die Arbeit der Selbstverwaltung konterkariert. Statt junge Ärztinnen und Ärzte mit starren staatlichen Vorgaben für ihre Berufsausübung zu vergraulen, brauchen wir flexible Lösungen, die sich sowohl an den Bedürfnissen der Patienten, als auch an denen der jungen Ärztegeneration orientieren.“ Solche praxisnahen Regelungen könnten nur von der Selbstverwaltung kommen. Dafür müsse ihr die Politik aber auch die notwendige Gestaltungsfreiheit geben.

Positiv hob Montgomery hervor, dass mit dem TSVG zusätzliche Leistungen auch zusätzlich vergütet werden sollen. „Damit nähern wir uns der Entbudgetierung zumindest etwas an.“ Richtig sei auch, dass der Gesetzgeber erste Weichenstellungen für ein sektorenübergreifendes Konzept der Notfall- und Akutversorgung vornimmt. Darauf könne und müsse man aufbauen.

Zumindest punktuell gehe die Koalition auch das Problem der zunehmenden Konzernbildung im Gesundheitswesen an. Hintergrund ist, dass Medizinische Versorgungszentren  (MVZ) neben Pflegeeinrichtungen mehr und mehr zu beliebten Spekulationsobjekten für teilweise völlig fachfremde Finanzinvestoren werden. Die Bundesärztekammer unterstützt Forderungen der Bundesländer, die Vorgaben im  TSVG zu verschärfen und hat dies in einem gemeinsamen Schreiben mit weiteren ärztlichen und zahnärztlichen Spitzenorganisationen an das Bundesgesundheitsministerium bekräftigt. Die Ärzteschaft spricht sich dafür aus, die Gründungsberechtigung von Krankenhäusern für MVZ auf medizinisch-fachliche und räumliche Bezüge einzugrenzen. Es gehe darum, Monopole zu verhindern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sagte Montgomery.



IMPP und Landesärztekammer Rheinland-Pfalz diskutieren Impulse der Prüfungsforschung als Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit

Wed, 12 Dec 2018 08:42:08 +0000

Mainz – Bei der Vergabe freier Stellen in Krankenhäusern wird häufig auch auf Fachkräfte aus dem Ausland gesetzt. Um das Wohl jedes einzelnen Patienten zu gewährleisten, ist es wichtig, einheitliche Prüfungsstandards festzulegen, die unabhängig vom Ausbildungsort eine Vergleichbarkeit garantieren. Patientensicherheit und kollegiale Sicherheit stehen hier im Vordergrund. Wie zukünftig mit dieser Herausforderung umzugehen ist, wollen das Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) und die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz am Dienstag, den 11. Dezember, bei ihrem Symposium „Überprüfung ausländischer Berufsqualifikationen“ mit internationalen Experten wissenschaftlich diskutieren.

Mainz – Bei der Vergabe freier Stellen in Krankenhäusern wird häufig auch auf Fachkräfte aus dem Ausland gesetzt. Um das Wohl jedes einzelnen Patienten zu gewährleisten, ist es wichtig, einheitliche Prüfungsstandards festzulegen, die unabhängig vom Ausbildungsort eine Vergleichbarkeit garantieren.  Patientensicherheit und kollegiale Sicherheit stehen hier im Vordergrund. Wie zukünftig mit dieser Herausforderung umzugehen ist, wollen das Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) und die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz am Dienstag, den 11. Dezember, bei ihrem Symposium „Überprüfung ausländischer Berufsqualifikationen“ mit internationalen Experten wissenschaftlich diskutieren.
 
Neben Prof. Dr. med. Jana Jünger, MME, Direktorin des IMPP, werden unter anderem der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Dr. med. Günther Matheis und Prof. Dr. med. Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, referieren. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Austauschs berichten die internationalen Prüfungsexperten Prof. John Norcini und Prof. Ara Tekian, wie in den USA die Qualität von Ärzten mit ausländischer Berufsqualifikation überprüft wird sowie über ihre Erfahrungen zur internationalen Vergleichbarkeit von Medizincurricula. Darüber hinaus wird Prof. Dr. med. Nguyen von der Pham Ngoc Thach University of Medicine in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam über ein gemeinsames deutsch-vietnamesisches Forschungsprojekt zur Vergleichbarkeit von Abschlussexamina in der Medizin in Deutschland und Vietnam berichten.
 
Symposium als Impulsgeber
Das Symposium in der Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz soll einen Impuls für die wissenschaftliche Diskussion der standardisierten Prüfung für Ärzte geben. „Das Symposium soll die Frage klären, wie groß die Vergleichbarkeit ist beziehungsweise ob sie überhaupt gegeben ist. Mit dem Masterplan Medizinstudium 2020 werden in Deutschland die Weichen gestellt, um in Ausbildung und Prüfungen eine vertrauensvolle Arzt-Patient-Kommunikation noch besser abzubilden oder auch neue Themen wie Digitalisierung und interprofessionelle Zusammenarbeit aufzugreifen“, erläutert Prof. Dr. med. Jana Jünger. „Ziel ist es, in Zukunft unsere Studierenden optimal auf den Berufsalltag vorzubereiten. Patientenorientierung und Patientensicherheit müssen hier an erster Stelle stehen. Es gibt wissenschaftliche Möglichkeiten die Vergleichbarkeit zu gewährleisten“, so Prof. Jünger weiter.
 
Standardisierung als Ziel
„Der Kenntnisstand von Ärztinnen und Ärzten, die in Drittstaaten eine ärztliche Ausbildung absolviert haben und nun in Deutschland arbeiten möchten, muss mit dem Kenntnisstand vergleichbar sein, über den Ärztinnen und Ärzte verfügen, die in Deutschland die ärztliche Ausbildung absolviert und Staatsexamina bestanden haben“, erklärt Dr. med. Günther Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Deshalb muss nach Ansicht vieler Präsidentinnen und Präsidenten der verschiedenen Landesärztekammern das bisherige Verfahren bundesweit einheitlich durch ein standardisiertes Verfahren abgelöst werden, um die hohe Qualität des Abschlusses und damit die Versorgungsqualität sowie die Patientensicherheit zu gewährleisten. Diese Prüfung muss auf dem Niveau des zweiten und dritten Staatsexamens stattfinden, damit die Abschlüsse tatsächlich vergleichbar sind, fordert Dr. Matheis.
 
Diese Idee aufgreifend wurden in einem Kooperationsstudiengang zwischen der Pham Ngoc Thach University of Medicine und der Universitätsmedizin Mainz bereits die deutschen Abschlussprüfungen – und damit die Qualitätssicherung – in einen vietnamesischen Studiengang integriert. Bereits im Herbst 2018 fanden die ersten M2-Prüfungen in Vietnam mit einer Erfolgsquote von über 85 Prozent statt.
 
„Als Universitätsmedizin Mainz und somit deutscher Partner des vietnamesisch-deutschen Kooperationsstudiengangs freuen wir uns sehr darüber, dass in Vietnam nicht nur nach Mainzer Curriculum unterrichtet wird, sondern im Rahmen des Modellprojekts mit dem IMPP auch die Abschlussprüfungen M2 und M3 approbationskonform und nach deutschem Standard durchgeführt werden können,“ erläutert der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Förstermann. „Akzeptiert man diese integrierten Examina als Überprüfung der Berufsqualifikation, wären die hohen Qualitätsansprüche des deutschen Gesundheitssystems gewahrt und die vietnamesischen Absolventen könnten direkt eine Berufserlaubnis in Deutschland beantragen.“

www.laek-rlp.de



Rheinland-Pfalz: Landesärztekammer lehnt Landarztquote ab

Tue, 11 Dec 2018 13:47:13 +0000

Mainz - Die Landarztquote, für die heute die rheinland-pfälzische Landesregierung den Gesetzesentwurf (Landarztgesetz) beschlossen hat, ist für die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz „kein sicher geeignetes Instrument, um Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung in ländlichen Regionen zu begeistern“, erklärt deren Präsident Dr. Günther Matheis. Man könne junge Menschen nicht schon mit 19 oder 20 Jahren darauf festlegen, dass sie nach mindestens zwölf Jahren Studium und Weiterbildung ...

Mainz - Die Landarztquote, für die heute die rheinland-pfälzische Landesregierung den Gesetzesentwurf (Landarztgesetz) beschlossen hat, ist für die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz „kein sicher geeignetes Instrument, um Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung in ländlichen Regionen zu begeistern“, erklärt deren Präsident Dr. Günther Matheis.
 
Man könne junge Menschen nicht schon mit 19 oder 20 Jahren darauf festlegen, dass sie nach mindestens zwölf Jahren Studium und Weiterbildung für zehn Jahre als Landarzt arbeiten werden. Oft entwickle sich während des Studiums der Wunsch, doch ein anderes Fachgebiet zu absolvieren. Vorgesehen sei, dass man sich in einem solchen Fall mit einer Vertragsstrafe aus der Verpflichtung lösen könne. Matheis: „Hier entsteht die Gefahr, dass man eine Zwei-Klassen-Gesellschaft schafft. Denn wer das nötige Geld hat, kann sich herauskaufen.“
 
Um das Fachgebiet der Allgemeinmedizin und die ärztliche Arbeit auf dem Land attraktiver zu machen, seien natürlich viele Bausteine nötig. „Den alleinigen Königsweg hierfür gibt es nicht“, so Matheis. 
Seiner Meinung gehören aber eine gute Lehre sowie Anreize in den Kommunen, um Ärztinnen und Ärzte für die Region zu gewinnen, unbedingt dazu. Und ganz wichtig: Eine ausreichende Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze. Matheis: „Wir brauchen mehr Ärzte im System, um den künftigen Bedarf zu decken. Schätzungen gehen inzwischen davon aus, dass künftig fast zwei Ärzte nötig sind, um einen ausscheidenden Arzt zu ersetzen. Ein Grund hierfür ist der wachsende Wunsch nach Teilzeitstellen.“

www.laek-rlp.de



ÄKWL für Erhalt des Paragraphen 219a: Windhorst: „Information und Aufklärung ja, Werbung für Abtreibung nein!“

Tue, 11 Dec 2018 09:17:15 +0000

Münster - In der Debatte um die Änderung des Paragraphen 219a spricht sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) für den Erhalt des § 219a StGB aus. Es müssen aber neutrale Informations- und Beratungsangebote ermöglicht werden, fordert Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst. „Unser Ziel ist es, Transparenz und Information für die Betroffenen mit niedrigschwelligen Angeboten unter Erhalt des 219a zu gewährleisten.“ Diese Zielrichtung entspreche auch einer Entscheidung des diesjährigen Deutschen Ärztetages in Erfurt. Die Position der westfälisch-lippischen Ärzteschaft sei eindeutig: „Information ja, Werbung nein.“

Münster -  In der Debatte um die Änderung des Paragraphen 219a spricht sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) für den Erhalt des § 219a StGB aus. Es müssen aber neutrale Informations- und Beratungsangebote ermöglicht werden, fordert Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst. „Unser Ziel ist es, Transparenz und Information für die Betroffenen mit niedrigschwelligen Angeboten unter Erhalt des 219a zu gewährleisten.“ Diese Zielrichtung entspreche auch einer Entscheidung des diesjährigen Deutschen Ärztetages in Erfurt. Die Position der westfälisch-lippischen Ärzteschaft sei eindeutig: „Information ja, Werbung nein.“
 
Windhorst: „Es darf nicht sein, dass Frauen in solch einer schwierigen Situation, in der sie über eine Abtreibung nachdenken, alleine gelassen werden. Es muss ihnen erleichtert werden, Ansprechpartner für ein Aufklärungsgespräch zu finden. Zumal dadurch gewährleistet werden kann, dass schwangere Frauen nicht an falsche Gesprächspartner geraten.“ Neben der ärztlichen Beratung sollten auch staatliche, kirchliche oder freie Beratungsstellen, die noch mehr Informationen und Kenntnisse über Hilfsmöglichkeiten und soziale Unterstützung von Schwangeren hätten, einbezogen werden. „Beide Systeme müssen funktionieren. Auf jeden Fall braucht es viel Zeit und viel Information, um den Frauen zu helfen.“ Eine ergebnisoffene Beratung unter Berücksichtigung der Selbstbestimmung der Frauen sei enorm wichtig, so der Kammerpräsident. „Wir haben hier zwei Rechtskreise, nämlich das Recht auf Leben und das Recht auf Selbstbestimmung, die gegeneinander abgewogen werden müssen.“
 
Das Argument, durch eine Änderung des 219a und die Legalisierung der Abtreibung die Ärzteschaft zu entkriminalisieren, lässt Windhorst nicht gelten und hält es für vorgeschoben. „Das trifft den Kern des Problems nicht. Wenn der Arzt über das Thema Abtreibung aufklären und informieren kann, wirbt er ja nicht für eine Abtreibung und wird deshalb auch nicht kriminell.“ Dafür sei es aber auch notwendig, die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen für eine transparente Aufklärungsarbeit zu schaffen. Natürlich habe ein Arzt das Recht und die Pflicht, über einen Schwangerschaftsabbruch aufzuklären, „aber Werbung dafür auf der eigenen Homepage ist kontraproduktiv“.

www.aekwl.de




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