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aezteblatt

Deutsches Ärzteblatt - Aktuelles

Patientenbrief statt Arztbrief kann Patientensicherheit erhöhen

Fri, 14 Jun 2019 16:55:00 +0200

Berlin – Patienten, die nach der Entlassung aus dem Krankenhaus einen Patientenbrief erhielten, fühlen sich besser unterstützt und verstehen ihre Erkrankung...



Krankenhäuser wollen Lockerung der Personalvorgaben für Frühgeborenenversorgung

Fri, 14 Jun 2019 16:18:00 +0200

Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht die Versorgung von Frühgeborenen akut gefährdet. Grund sind die Pflegepersonalanforderungen auf den...



Koalitionsfraktionen plant schnelle Verabschiedung der Pflegereform

Fri, 14 Jun 2019 16:11:00 +0200

Berlin – Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD drängen auf Verbesserungen in der Pflegebranche. In einem gemeinsamen Beschluss forderten die Vorstände...



IQWiG sieht Nachbesserungsbedarf beim Digitalgesetz

Fri, 14 Jun 2019 16:11:00 +0200

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat vorgeschlagen, versorgungsrelevante digitale Gesundheitsanwendungen...



Pflegeanbieter rufen bundesweiten Arbeitgeberverband ins Leben

Fri, 14 Jun 2019 16:07:00 +0200

Berlin – Mehrere große Pflegeanbieter und -verbände haben heute einen bundesweiten Arbeitgeberverband gegründet. Mit der neuen Bundesvereinigung Arbeitgeber...



Faire-Kassenwahl-Gesetz: Kassen wollen an Morbi-RSA festhalten

Fri, 14 Jun 2019 16:03:00 +0200

Berlin – Der Verband der Ersatzkassen (vdek), der BKK Dachverband und der IKK e.V. haben erneut an die zuständigen Politiker appelliert, im...



bundesaerztekammer

Bundesärztekammer

Verstoß gegen § 219a StGB: Ärztekammer Berlin kritisiert Strafverfahren gegen zwei Berliner Gynäkologinnen

Fri, 14 Jun 2019 10:46:25 +0200

 

Berlin - Vor dem Berliner Amtsgericht müssen sich ab dem 14. Juni zwei Berliner Gynäkologinnen verantworten, weil sie auf ihrer Website darauf hinweisen, dass Schwangerschaftsabbrüche Teil der in ihrer Praxis durchgeführten medizinischen Eingriffe sind und die dabei angewandte Methode benennen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft verstoßen die beiden Ärztinnen damit gegen das in § 219a Strafgesetzbuch hinterlegte Verbot der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch.

Die Ärztekammer Berlin kritisiert das Verbot sachlicher Informationen scharf und betont erneut, dass dieses Verbot mit dem berechtigten Informationsanspruch der schwangeren Frauen kollidiert. Aus ärztlicher Sicht ist eine möglichst umfassende, sachliche Information und Aufklärung insbesondere bei einem derartig weitreichenden Eingriff – auch schon im Vorfeld, z. B. über die Praxishomepage – geboten.

 

 

Berlin - Vor dem Berliner Amtsgericht müssen sich ab dem 14. Juni zwei Berliner Gynäkologinnen verantworten, weil sie auf ihrer Website darauf hinweisen, dass Schwangerschaftsabbrüche Teil der in ihrer Praxis durchgeführten medizinischen Eingriffe sind und die dabei angewandte Methode benennen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft verstoßen die beiden Ärztinnen damit gegen das in § 219a Strafgesetzbuch hinterlegte Verbot der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch.
Die Ärztekammer Berlin kritisiert das Verbot sachlicher Informationen scharf und betont erneut, dass dieses Verbot mit dem berechtigten Informationsanspruch der schwangeren Frauen kollidiert. Aus ärztlicher Sicht ist eine möglichst umfassende, sachliche Information und Aufklärung insbesondere bei einem derartig weitreichenden Eingriff – auch schon im Vorfeld, z. B. über die Praxishomepage – geboten.

In § 219a Absatz 1 StGB wird demjenigen eine Geld- oder Freiheitsstrafe angedroht, der öffentlich „eines Vermögensvorteils wegen“ oder „in grob anstößiger Weise“ Schwangerschaftsabbrüche „anbietet, ankündigt, anpreist“.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz zum jetzigen Fall erklärt: „Die betroffenen Ärztinnen üben einen freien Beruf in sozialer Verantwortung auf gesetzlicher Grundlage aus. Ein einziger sachlicher Satz, der auf die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs hinweist, zeugt weder von einer finanziellen Motivation der Ärztinnen noch ist er grob anstößig.“ Jonitz fügte hinzu: „Schwangere Frauen benötigen sachliche Informationen, um zu einer durchdachten und ausgewogenen Entscheidung zu kommen.“
 
Bereits im Februar 2018 hatte sich die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Abschaffung der Strafbarkeit einer sachlichen Information über die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen durch Arztpraxen und andere ärztliche Einrichtungen zu fordern. Mittlerweile wurde § 219a StGB in einem neuen Absatz 4 um einen weiteren Ausnahmetatbestand ergänzt. Danach dürfen Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen zwar öffentlich informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Weitergehende Informationen sind aber nach wie vor nicht möglich. Es muss vielmehr auf entsprechende Informationsangebote neutraler Stellen verwiesen werden. Vorgesehen ist eine von der Bundesärztekammer zentral geführte Liste mit Ärztinnen und Ärzten sowie ärztlichen Einrichtungen, die mitgeteilt haben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Diese Liste soll auch Angaben über die dabei angewendeten Methoden enthalten. Den beiden aktuell angeklagten Gynäkologinnen ist mit dieser Regelung nicht geholfen, denn die Angabe auf einer Praxishomepage, z. B. dass auch medikamentöse Behandlungsmethoden angewandt werden, bleibt strafbar. Die erfolgte Änderung der Strafvorschrift ist daher vollkommen unzureichend. Das Gesetz beschränkt damit weiterhin die Vermittlung sachlicher Informationen und bietet mit einer zentral geführten und öffentlich gestellten Liste auch noch ein Angriffsziel für militante Gegner einer längst überfälligen Liberalisierung. Die weiterhin bestehende gesetzliche Beschränkung sachlicher Informationen steht damit im direkten Widerspruch zur angestrebten Befähigung der Menschen eine informierte Entscheidung (informed consent) zu treffen, es wirkt in unserer heutigen Informations- und Wissensgesellschaft zudem wie völlig aus der Zeit gefallen.

www.aekb.de

 



Brandenburg: Weit mehr als ein reiner Wahlärztetag!

Fri, 14 Jun 2019 10:42:24 +0200

 

Potsdam - Der Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg wertet die Ergebnisse, Beschlüsse und Anregungen des Deutschen Ärztetages 2019 in Münster im Wesentlichen als Erfolg. Dies erklärten die Mitglieder des Gremiums auf ihrer gestrigen Sitzung (12.06.2019) „Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Anträge der Brandenburgischen Delegierten, welche unter anderem bahnbrechend auf eine notwendige neue Form der Patientenkoordination abzielten und Einschnitte in die Handlungsfähigkeit des Deutschen Ärztetages verhinderten“ betonte Kammerpräsident Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz.

 

Potsdam - Der Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg wertet die Ergebnisse,  Beschlüsse und Anregungen des Deutschen Ärztetages 2019 in Münster im Wesentlichen als Erfolg. Dies erklärten die Mitglieder des Gremiums auf ihrer gestrigen Sitzung (12.06.2019) „Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Anträge der Brandenburgischen Delegierten, welche unter anderem bahnbrechend auf eine notwendige neue Form der Patientenkoordination abzielten und Einschnitte in die Handlungsfähigkeit des Deutschen Ärztetages verhinderten“ betonte Kammerpräsident Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz.

„Mit der Annahme des Antrages über die Patientenkoordination mittels qualifizierten Überweisungsscheines vom Hausarzt zum Gebietsarzt gelang erstmalig eine klare Positionierung des Parlaments der deutschen Ärzteschaft zur notwendigen Patientensteuerung“, fügte Vizepräsident Dr. med. Hanjo Pohle hinzu.

Auch weitere Beschlussanträge, die z. B. eine zu verringernde Arbeitsbelastung und die Resilienzförderung der Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken und im ambulanten Bereich zum Gegenstand hatten, fanden die Zustimmung Brandenburgs. Die brandenburgischen Delegierten unterstützten zudem die Antragsinitiative der Nachbarkammer Sachsen-Anhalt, nach der die Kenntnisprüfungen für Ärzte aus Nicht-EU-Ländern dem dritten Staatsexamen anzupassen sind. Das dient dem Patientenschutz, weil so die gleichen fachlichen Mindeststandards für alle in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte festgeschrieben werden.

Erfolgreich war schließlich ein Antrag aus Brandenburg, der auf eine neue Bestimmung in der Berufsordnung abzielte, nach der ärztliche Vorgesetzte besonders auf die Gesundheit ihrer ärztlichen Mitarbeiter achten müssen. Dies wird jetzt von den zuständigen Gremien der Bundesärztekammer geprüft.

Wegen der Wahl eines neuen Präsidiums der Bundesärztekammer wurde der Münsteraner Ärztetag von Beobachtern im Vorfeld vor allem als Wahlärztetag gesehen. Dank seiner richtungsweisenden Beschlüsse wurde er dann aber weit mehr.

www.laekb.de

 



Sächsisches Ärzteparlament tagt in Dresden

Fri, 14 Jun 2019 10:32:57 +0200

 

Dresden - Am 14. und 15. Juni 2019 kommen die neu gewählten Mandatsträger der sächsischen Ärzte zum 29. (konstituierenden) Sächsischen Ärztetag und zur 60. Kammerversammlung in Dresden zusammen. Rund 50 % von ihnen werden das erste Mal an einer Kammerversammlung als Mandatsträger teilnehmen. Die Schwerpunkte bilden die Wahlen des Präsidenten, des Vorstandes und einiger Ausschüsse. Bisher kandidiert der jetzige Präsident Erik Bodendieck, Hausarzt aus Wurzen, für das Präsidentenamt.

 

Dresden - Am 14. und 15. Juni 2019 kommen die neu gewählten Mandatsträger der sächsischen Ärzte zum 29. (konstituierenden) Sächsischen Ärztetag und zur 60. Kammerversammlung in Dresden zusammen. Rund 50 % von ihnen werden das erste Mal an einer Kammerversammlung als Mandatsträger teilnehmen. Die Schwerpunkte bilden die Wahlen des Präsidenten, des Vorstandes und einiger Ausschüsse. Bisher kandidiert der jetzige Präsident Erik Bodendieck, Hausarzt aus Wurzen, für das Präsidentenamt.
 
Der abendliche Festvortrag am Freitag steht unter dem Thema „Ärztinnen und Ärzte der Zukunft – Was sollen sie können?“. Referieren wird Prof. Dr. med. habil. Jana Jünger, Direktorin am Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen in Mainz.
 
Zugleich wird an diesem Abend die „Hermann-Eberhardt-Friedrich-Richter-Medaille“ an drei Mediziner für ihre Verdienste um die sächsische Ärzteschaft verliehen.
 
Veranstaltungsort: Plenarsaal der Sächsischen Landesärztekammer, Schützenhöhe 16, 01099 Dresden
 
Medienvertreter haben die Möglichkeit, am Freitag von 14.00 bis 15.30 Uhr und an der Abendveranstaltung, ab 19.00 Uhr, an den Sitzungen teilzunehmen. Anmeldung unter presse@slaek.de erwünscht.
 
Hintergrund: Die Kammerversammlung – das Parlament der sächsischen Ärzte
 
Die Kammerversammlung der Sächsischen Landesärztekammer besteht aus 101 gewählten Mitgliedern. Ihr gehört außerdem je ein der Kammer angehörendes Mitglied des Lehrkörpers der medizinischen Fakultäten der Universitäten Leipzig und Dresden an. Die wahlberechtigten sächsischen Ärzte wählen die Mitglieder der Kammerversammlung durch Briefwahl nach den Grundsätzen der unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl auf die Dauer von vier Jahren. Die aktuelle Amtsperiode dauert bis zum Jahr 2019.
 
Die Kammerversammlung beschließt über die grundsätzlichen Angelegenheiten, wie Hauptsatzung, Wahl-, Beitrags-, Gebühren-, Berufs-, Weiterbildungs- und Meldeordnung, die Feststellung des Haushaltsplanes sowie die Entlastung des Vorstandes auf Grund des von ihm vorgelegten Jahresberichts.

www.slaek.de

 



Medizinische Fortbildungstage Thüringen mit Anmelderekord eröffnet – Ärzte und Medizinische Fachberufe tagen in Erfurt

Fri, 14 Jun 2019 10:30:57 +0200

 

Jena/Weimar - Die von Landesärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung in Partnerschaft mit der Landeskankenhausgesellschaft Thüringen und dem Verband Leitender Krankenhausärzte gemeinsam veranstalteten Medizinischen Fortbildungstage Thüringen (MFTT) im Kaisersaal in Erfurt sind mit einem Anmelderekord von mehr als 1300 Teilnehmern erfolgreich gestartet. „Das spricht für das sehr gute und ansprechende Programm“, freut sich Tagungspräsident Prof. Dr. Heiko Wunderlich über diese tolle Zahl.

 

Jena/Weimar -  Die von Landesärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung in Partnerschaft mit der Landeskankenhausgesellschaft Thüringen und dem Verband Leitender Krankenhausärzte gemeinsam veranstalteten Medizinischen Fortbildungstage Thüringen (MFTT) im Kaisersaal in Erfurt sind mit einem Anmelderekord von mehr als 1300 Teilnehmern erfolgreich gestartet. „Das spricht für das sehr gute und ansprechende Programm“, freut sich Tagungspräsident Prof. Dr. Heiko Wunderlich über diese tolle Zahl.
 
Fachkongress für alle Gesundheitsberufe
Die Medizinischen Fortbildungstage Thüringen sind der größte interdisziplinäre Fortbildungskongress in unserem Bundesland. Bereits zum sechsten Mal stehen für Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Medizinische Fachangestellte und Medizinisch-technische Assistentinnen/en (MTA) vom 12. bis zum 15. Juni im Erfurter Kaisersaal wieder vier Tage intensive, sponsorenfreie Fortbildung mit einer Vielzahl von Seminaren und Kursen auf dem Programm. Für Ärztinnen und Ärzte werden Themen wie Impfen, Notfallmedizin, Arzneimitteltherapie, Hygiene, Verkehrsmedizin, Diabetes, der onkologische Patient, Patientenverfügungen und sexuell übertragbare Erkrankungen angeboten. Weiterhin führen alle Thüringer Heilberufekammern gemeinsam eine Veranstaltung zum Thema „Differentialdiagnostik von Lymphknotenschwellungen“ durch.
 
Seminar zu „Gewalt – ein zunehmendes Problem in Kliniken und Praxen“
Neu in das Programm ist ein Fortbildungsangebot zum Thema „Gewalt – ein zunehmendes Problem in Kliniken und Praxen“ aufgenommen worden. Medizinisches Personal ist sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich, besonders im Rahmen der Notfallversorgung, zunehmend mehr verbalen Anfeindungen bis hin zu körperlichen Angriffen ausgesetzt. Mit dem Seminar sollen Ärztinnen und Ärzte und ihre Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, Gefahren rechtzeitig zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und unangenehme sowie gefährliche Situationen selbstbewusst zu meistern.
Der Abschlusstag der MFTT ist dieses Jahr speziell dem mittleren medizinischen Personal mit einem Impfkurs oder einer Veranstaltung zum Notfallmanagement gewidmet.
 
Landesärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung, Landeskrankenhausgesellschaft und Verband Leitender Krankenhausärzte beziehen Position zur Sicherung der gesundheitlichen Versorgung in Thüringen – mehr Medizinstudienplätze jetzt
 
Zur Eröffnung der Medizinischen Fortbildungstage haben die ärztlichen Körperschaften und Verbände – Landesärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung, Landeskrankenhausgesell­schaft und der Verband Leitender Krankenhausärzte Thüringen Position zur Sicherung der gesundheitlichen Versorgung in Thüringen bezogen. „Wir stehen für eine klare Haltung, dass in Thüringen die medizinische Versorgung der Bevölkerung eine Zukunft haben muss. Und dies geht nur mit mehr Ärztinnen und Ärzten und mehr Studienplätzen, nicht nur hier vor Ort, sondern auch zeitnah. Das Thema darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, es ist fünf nach zwölf!“, formuliert die Präsidentin der Landesärztekammer Dr. Ellen Lundershausen drastisch. Die zunehmend ältere Bevölkerung in unserem Bundesland führt zu einer Erhöhung der Frequenz der Arztkontakte, nennt Dr. Lundershausen einen wichtigen Punkt für die Forderung. Die 1. Vorsitzende des Vorstandes der KV Thüringen, Dr. med. Annette Rommel, unterstützt die Forderung der Landesärztekammer Thüringen. Zur Begründung verweist sie auf eine Statistik des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI): „Bereits heute arbeiten die Ärzte in Thüringen pro Woche zwei Stunden mehr als der Bundesdurchschnitt. Grund ist die im Schnitt ältere Bevölkerung in Thüringen und die höhere Krankheitslast. Perspektivisch sind für die Versorgung deshalb mehr Ärzte nötig.“ Die kürzlich beschlossene neue Bedarfsplanungsrichtlinie würde genau das möglich machen, erklärt Frau Dr. Rommel weiter. Danach können in Thüringen ab 2020 bis zu 265 neue Arztsitze entstehen: „Hierfür benötigen wir junge Ärzte, und die bekommen wir erfahrungsgemäß am besten, wenn sie in Thüringen studieren.“
 
Letzteren Punkt unterstreicht die Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, Dr. Gundula Werner. „Angehende Studenten müssen vor Ort genug Studienmöglichkeiten finden. Studien belegen: Studenten, die z. B. in Erfurt, Weimar oder Jena studieren, haben eine große Heimatnähe und bleiben Thüringen gerne treu.“
 
Dr. Frank Lange als Vorsitzender des Verbandes Leitender Krankenhausärzte ergänzt: „60 Prozent der Krankenhäuser haben Stellenbesetzungsprobleme im ärztlichen Dienst. Dabei gab es keine Unterschiede in Bezug auf die Größe der Häuser und die regionale Lage (Ballungsgebiete, städtische und ländliche Räume). Ursachen dafür sind u. a. die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes und der zunehmende Anteil von Ärztinnen in Klinik und Praxis mit einem immer größeren Teil von Teilzeitbeschäftigung.
 
„Die Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze in Thüringen ist eine seit langem notwendige Maßnahme und alternativlos“, so gemeinsam Dr. Ellen Lundershausen, Präsidentin der Landesärztekammer, Dr. Annette Rommel, 1. Vorsitzende der KV, Dr. Gundula Werner, Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft, und Dr. Frank Lange, Vorsitzender des Verbandes Leitender Krankenhausärzte am Rande der Medizinischen Fortbildungstage Thüringen.

www.laek-thueringen.de

 



Auszeichnung für Thüringer Ärzte – Dr. Ludwig Pfeiffer Medaille für Dr. Sigurd Scholze und Dr. Fritz Gaerisch

Fri, 14 Jun 2019 10:26:00 +0200

 

Jena - Der Erfurter Radiologe, Dr. Fritz Gaerisch, und der Tabarzer Hausarzt, Dr. Sigurd Scholze, sind mit der Dr. Ludwig Pfeiffer Medaille ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung werden auf Beschluss des Vorstandes der Landesärztekammer Thüringen Persönlichkeiten gewürdigt, die sich besondere Verdienste um das Ansehen der Ärzteschaft in Thüringen erworben haben.

 

 

Jena -  Der Erfurter Radiologe, Dr. Fritz Gaerisch, und der Tabarzer Hausarzt, Dr. Sigurd Scholze, sind mit der Dr. Ludwig Pfeiffer Medaille ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung werden auf Beschluss des Vorstandes der Landesärztekammer Thüringen Persönlichkeiten gewürdigt, die sich besondere Verdienste um das Ansehen der Ärzteschaft in Thüringen erworben haben.
 
Dr. Fritz Gaerisch – Verdienste um die ärztliche Selbstverwaltung und eine hochwertige radiologische Versorgung
Dr. Fritz Gaerisch, 1955 in Erfurt geboren, hat sich mit seiner Niederlassung in einer radiologischen Gemeinschaftspraxis in Erfurt 1991 unmittelbar in der ärztlichen Selbstverwaltung in der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen engagiert. So war er von 1991 bis 2001 Vorsitzender der Qualitätssicherungs-Kommission (QS-Kommission) Radiologie und der Qualitätssicherungs-Kommission Kernspintomographie. Als Vorsitzender der Kommission hat Dr. Gaerisch zugleich eine wichtige Aufgabe für eine gute und qualitätsgerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten wahrgenommen.
 
Weiterhin hat Dr. Fritz Gaerisch von 2004 bis 2006 die Einführung des Mammographie-Screenings in Thüringen kritisch begleitet und sich für eine dezentrale wohnortnahe Abklärungsdiagnostik von zertifizierten Mamma-Zentren und niedergelassenen Radiologen ausgesprochen.
 
Neben seiner fachlich orientierten Mitarbeit in der ärztlichen Selbstverwaltung war Dr. Gaerisch auch in weiteren Gremien aktiv. So war er von 2001 bis 2009 Mitglied in der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung, zugleich gehörte er dem Finanzausschuss der Vertreterversammlung an. Von 2001 bis 2013 war Dr. Gaerisch Vorsitzender des Beratenden Fachausschusses für die fachärztliche Versorgung. Aber nicht nur in der Kassenärztlichen Vereinigung engagierte sich Dr. Gaerisch, sondern auch in der Landesärztekammer. Hier war er von 1995 bis 2007 Mitglied in der Kammerversammlung und von 2003 bis 2013 im Schlichtungsausschuss.
 
Über die ärztliche Selbstverwaltung hinaus engagierte sich Dr. Gaerisch im Berufsverband der Radiologen. Bis 2011 war er dessen Vorsitzender in Thüringen und hat sich in seiner mehr als 20-jährigen Berufsverbandsarbeit hohe Anerkennung erarbeitet.
 
Dr. Sigurd Scholze – besondere Verdienste um das Badearztwesen und Engagement im Landesfachausschuss für Kur- und Bäderwesen
Dr. Sigurd Scholze, 1940 in Röchlitz/Reichenberg geboren, vertritt seit 1999 die Landesärztekammer im Landesfachausschuss für Kur- und Bäderwesen und bringt die Stimme der Thüringer Ärzteschaft in dieses Gremium ein. Dabei mahnt er immer wieder das Problem mangelnder Badeärzte als einer notwendigen Voraussetzung für die Anerkennung eines Ortes als Kurort an und wirbt dafür, diese Aufgaben wahrzunehmen. Weiterhin ist Sigurd Scholze im Verband Deutscher Badeärzte e. V. aktiv.
 
Insbesondere für die Etablierung der Kneipp-Idee ist Dr. Scholze, viele Jahre als Vorsitzender des Kneipp-Bundes, Landesverband Thüringen, unentwegt als Öffentlichkeitsarbeiter im Einsatz, so z. B. für die Etablierung von Kneipp-Kitas und ‑Schulen. Sein Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Prävention und Gesundheitsförderung zu schaffen bzw. zu verbessern und damit die Prävention als vierte Säule im Gesundheitswesen zu verankern.
 
Darüber hinaus hat sich Dr. Scholze neben seiner rein ärztlichen Tätigkeit als Hausarzt in Tabarz immer auch in seinem Umfeld stark engagiert. So war er u. a. von 1990 bis 2006 Gemeindepräsident und Ratsmitglied der Gemeinde Tabarz und hat maßgeblich daran mitgewirkt, dass Tabarz als Kneippheilbad anerkannt worden ist. Dafür ist ihm bereits mit der Ehrenbürgerwürde gedankt worden. Auch das Bundesverdienstkreuz hat Dr. Scholze aufgrund seiner zahlreichen Aktivitäten bereits erhalten.
 
Die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen, dankte bei der Übergabe der Pfeiffer-Medaillen im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Medizinischen Fortbildungstage im Namen der Thüringer Ärzteschaft Dr. Scholze und Dr. Gaerisch für ihr langjähriges Wirken im Dienst von Ärzten und Patienten in Thüringen und wünscht ihnen alles Gute.
 
Die Dr. Ludwig Pfeiffer Medaille wird seit 1997 von der Landesärztekammer Thüringen verliehen. Der Namensgeber der Medaille war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Arzt in Weimar tätig und hat sich insbesondere für standespolitische Belange der Ärzteschaft engagiert, u. a. ist er Gründer des Allgemeinen ärztlichen Vereins in Thüringen.

www.laek-thueringen.de

 



Sponsoringfreie Fortbildung – made in Niedersachsen

Fri, 14 Jun 2019 10:20:00 +0200

 

Zum 67. Mal fand auf der Nordseeinsel Langeoog die Woche der Praktischen Medizin statt – eine von vier Fortbildungswochen, die die Ärztekammer Niedersachsen unter dem Titel „Langeooger Fortbildungswochen“ veranstaltet.

 

Hannover - „Wenn man sich fortbildet, sollte man das nicht auf Kosten von Pharmaherstellern tun, sondern die Fortbildung aus eigener Tasche zahlen und sich unabhängig fortbilden“, betonte Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, in seinem Vortrag auf Langeoog. Als sehr gutes Beispiel nannte er die Fortbildungswochen, die die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) jährlich auf Langeoog anbietet.

„Wir sind sehr stolz, dass unsere niedersächsischen Ärztinnen und Ärzte seit so vielen Jahren mit gutem Beispiel vorangehen und die Langeooger Fortbildungswochen als sponsoringfreies Fortbildungsangebot nutzen“, freut sich auch ÄKN-Präsidentin Dr. med. Martina Wenker. Die Fachärztin für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde nimmt jedes Jahr an der Woche der Praktischen Medizin teil, die maßgeblich von ÄKN-Vorstandsmitglied Jens Wagenknecht gestaltet wird. 

In diesem Jahr stand die Woche der Praktischen Medizin unter dem Leitthema „MEDIZINETHIK und PRAKTISCHE MEDIZIN“. In spannenden Vorträgen beleuchteten unter anderem Persönlichkeiten wie Prof. Dr. med. Giovanni Maio, Prof. Dr. med. Friedemann Nauck und Prof. Ludwig verschiedene Aspekte der Medizinethik und zeigten auf, an welchen Stellen die Medizinethik bereits in der alltäglichen ärztlichen Arbeit angekommen ist. 

Die Termine für das Jahr 2020 stehen bereits fest: Vom 9. bis 17. Mai finden die beliebten Sonographiekurse statt, die 49. Psychotherapiewoche ist vom 18. bis 23. Mai, parallel dazu gibt es die 18. Woche der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie vom 18. bis 22. Mai und den Abschluss bildet die 68. Woche der Praktischen Medizin vom 25. bis 29. Mai. Die 27. Woche der Notfallmedizin findet im nächsten Jahr vom 5. bis 12. September auf Langeoog statt.

www.aekn.de

 




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