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aezteblatt

Deutsches Ärzteblatt - Aktuelles

Spahn für einheitliche Linie bei 3G-Regeln auch für Beschäftigte

Thu, 23 Sep 2021 16:52:00 +0200

Berlin – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, dass Coronazugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete etwa in Restaurants und bei Veranstaltungen auch für die dort Beschäftigten gelten. Im Moment seien in den Ländern dort teilweise... [weiter lesen]



Geteiltes Echo auf Ende der Quarantäneentschädigung für Ungeimpfte

Thu, 23 Sep 2021 16:51:00 +0200

Berlin – Das Ende der Entschädigungszahlungen für ungeimpfte Arbeitnehmer in Coronaquarantäne ist auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Sozialverband VdK sich gegen den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern... [weiter lesen]



Gesundheitsminister: Deutschland soll wieder „Apotheke der Welt“ werden

Thu, 23 Sep 2021 16:42:00 +0200

Düsseldorf – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat als Lehre aus der Coronapandemie mehr Unabhängigkeit von der Medikamentenproduktion angemahnt. „Die Pandemie hat gezeigt: Wir sind zu abhängig von China", sagte Spahn heute auf dem Deutschen Apothekertag in... [weiter lesen]



Kassenaufsicht rät im ePA-Streit zur Klage gegen Datenschutzbeauftragten

Thu, 23 Sep 2021 16:39:00 +0200

Berlin – Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) rät im Streit zwischen den Krankenkassen und dem Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) zur Klage gegen die kürzlich vorgelegte BfDI-Weisung zur elektronischen Patientenakte (ePA). „Wir halten es für zwingend erforderlich,... [weiter lesen]



Kultusminister verteidigt sich gegen Wulff-Kritik

Thu, 23 Sep 2021 15:51:00 +0200

Hannover – Nach Kritik von Altbundespräsident Christian Wulff am Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Coronapandemie hat Niedersachsens Kultusminister die Sicherheitsmaßnahmen in den Schulen verteidigt. „Herr Wulff scheint zu vergessen, dass es für Kinder unter zwölf... [weiter lesen]



Minister werben für Digitalisierung in der Demenzversorgung

Thu, 23 Sep 2021 15:04:00 +0200

Berlin – Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) haben für digitale Anwendungen in der Pflege von Menschen mit Demenz geworben. „Der digitale Wandel bietet neue Chancen für die Unterstützung von Menschen mit Demenz“,... [weiter lesen]



bundesaerztekammer

Bundesärztekammer

Berlin: Ärztekammer Berlin beschließt neue Weiterbildungsordnung

Wed, 22 Sep 2021 21:53:00 +0200

 

Berlin - Der heutige Beschluss der neuen Weiterbildungsordnung durch die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin bietet Berliner Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung einige zeitgemäße Neuerungen. Sie wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022 in Kraft treten.

 

Berlin - Die neue Weiterbildungsordnung (WBO) der Ärztekammer Berlin ist das Ergebnis eines langen Reformprozesses. Wesentliche Änderung ist, dass weniger die Zahl der absolvierten Weiterbildungsinhalte eine Rolle spielen, sondern künftig Kompetenzen gefragt sind. Weiterbildungsbefugte bescheinigen also nicht mehr nur eine Anzahl an durchgeführten Operationen oder Untersuchungen. Vielmehr bescheinigen sie nun Kompetenzen, also in der Weiterbildung erworbene und nachgewiesene Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten.

Die Umstellung in der neuen WBO zum Nachweis von Kompetenzen ermöglicht es zukünftig, die Weiterbildung individueller und flexibler zu gestalten. Einige Inhalte können gegebenenfalls schneller erlangt, andere nach Bedarf vertieft werden. Dass mehr Zusatz-Weiterbildungen berufsbegleitend möglich sein werden, erleichtert zudem die Anpassung der Weiterbildung an die beruflichen und privaten Lebensumstände und macht die Weiterbildung familienfreundlicher.

Die Ärztekammer Berlin ist nunmehr die zweite Kammer, die die Facharztweiterbildung für Innere Medizin und Infektiologie in die WBO aufnimmt. Die Zusatz-Weiterbildung Homöopathie wurde hingegen gestrichen. Zur Dokumentation des Kompetenzerwerbs wird es zukünftig ein eLogbuch geben. Eine Neuerung, die es bisher nur in Berlin gibt: Wenn Weiterbildungsbefugte fünf oder mehr Ärzt:innen in Weiterbildung betreuen, müssen sie Mentor:innen zur Unterstützung benennen.

Der Weg zur neuen Weiterbildungsordnung

Die noch geltende Weiterbildungsordnung, die 2006 in Kraft getreten war, ist in einigen Bereichen nicht mehr zeitgemäß, sodass dringender Reformbedarf bestand. Die Medizin hat sich zwischenzeitlich weiter spezialisiert, viele Inhalte mussten aktualisiert und differenzierter ausformuliert werden.
Die neue WBO wird erst nach Genehmigung durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (SenGPG) als zuständige Aufsichtsbehörde und nach Veröffentlichung im Amtsblatt von Berlin – vermutlich im Laufe des Jahres 2022 – in Kraft treten.
Ab diesem Zeitpunkt gilt sie automatisch für neue Weiterbildungsverhältnisse. Für bereits begonnene Weiterbildungen gibt es dann mit einer Übergangsfrist von sieben Jahren die Wahlmöglichkeit zwischen der alten und der neuen WBO.

Sechs Fachausschüsse und insgesamt 21 ehrenamtliche Mitglieder des Gemeinsamen Weiterbildungsausschusses (GWbA) der Ärztekammer Berlin haben auf Basis der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) die neue WBO für Berlin erarbeitet. Teilnehmende hoben die gute Diskussionskultur in den Gremien hervor. So konnte auch bei strittigen Punkten ein fairer Interessensausgleich geschaffen werden.

Schrittweise hatte zuvor der Deutsche Ärztetag die neue MWBO auf Bundesebene beschlossen. Sie bildet den Rahmen für die verbindlichen Weiterbildungsordnungen der einzelnen Landesärztekammern. Die neue Berliner WBO hält sich sehr eng an die MWBO. Dies soll unter anderem den Wechsel zwischen verschiedenen Kammerbezirken während der Weiterbildung erleichtern.

www.aerztekammer-berlin.de

 



Flächendeckende G2-Regeln nur bei drohender Überlastung des Gesundheitswesens gerechtfertigt

Fri, 17 Sep 2021 10:10:36 +0200

 

Eine flächendeckende Einführung der G2-Regeln lehnt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt zum jetzigen Zeitpunkt ab: „Solche Maßnahmen lassen sich nur dann rechtfertigen, wenn die Sicherstellung der stationären Versorgung von Covid-19-Erkrankten wie auch von anderen Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen akut gefährdet sein sollte“, sagte er der Rheinischen Post (17.09.2021). Es dürfe nicht um Drohkulissen und Strafmaßnahmen für Impfunwillige gehen. Entscheidend sei, eine erneute Dauerbelastung des Gesundheitswesens zu verhindern.

 

Berlin - Eine flächendeckende Einführung der G2-Regeln lehnt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt zum jetzigen Zeitpunkt ab: „Solche Maßnahmen lassen sich nur dann rechtfertigen, wenn die Sicherstellung der stationären Versorgung von Covid-19-Erkrankten wie auch von anderen Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen akut gefährdet sein sollte“, sagte er der Rheinischen Post (17.09.2021). Es dürfe nicht um Drohkulissen und Strafmaßnahmen für Impfunwillige gehen. Entscheidend sei, eine erneute Dauerbelastung des Gesundheitswesens zu verhindern.

In der Debatte, wie die Impfquoten in Deutschland erhöht werden könnten, setzt Reinhardt auf Kommunikation und Aufklärung. Bei einer möglichen Streichung des Lohnausgleichs für Quarantäne-Anordnungen bei Ungeimpften bestehe die Gefahr, dass die Betroffenen nicht mehr meldeten, wenn sie Kontakt zu Corona-Infizierten hatten. „Solange das Infektionsschutzgesetz gilt und der Bundestag eine Pandemielage feststellt, ist es selbstverständlich, dass der Staat bei behördlichen Auflagen wie Quarantäne für Lohnersatzleistungen aufkommt“, sagte er in einem Interview mit WeltTV (15.09.2021).

Erwägungen, dass die 2G-Regel auch für Kinder gelten soll, bezeichnete Reinhardt als „definitiv kinder- und familienfeindlich“. Gehe es um Sicherheit, könne die 3G-Regel angewendet und Kinder getestet werden. Die 2G-Regel aber bei Kindern unter 12 Jahren sei „unangemessen und absurd“, betonte er.

 



Patientensicherheit setzt bedarfsgerechte Personalausstattung voraus

Thu, 16 Sep 2021 15:07:29 +0200

 

„Patientensicherheit geht uns alle an. Sie lässt sich nur gemeinsam gewährleisten.“ Das erklärte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17. September 2021, der in diesem Jahr unter dem Motto „Jetzt handeln für eine sichere und respektvolle Geburt“ steht. „Gerade in der Geburtshilfe zeigt sich exemplarisch, was Medizin grundsätzlich ausmacht: Jede Geburt ist ein besonderes, individuelles Erlebnis“, betonte Reinhardt. Das gelte für Mutter und Kind wie auch für das interprofessionelle Team, das Schwangerschaft und Geburt begleitet.

 

Berlin - „Patientensicherheit geht uns alle an. Sie lässt sich nur gemeinsam gewährleisten.“ Das erklärte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17. September 2021, der in diesem Jahr unter dem Motto „Jetzt handeln für eine sichere und respektvolle Geburt“ steht.

„Gerade in der Geburtshilfe zeigt sich exemplarisch, was Medizin grundsätzlich ausmacht: Jede Geburt ist ein besonderes, individuelles Erlebnis“, betonte Reinhardt. Das gelte für Mutter und Kind wie auch für das interprofessionelle Team, das Schwangerschaft und Geburt begleitet. „In der Medizin geht es darum, sensibel auf die jeweils spezifischen Anzeichen und Behandlungsverläufe zu reagieren und auf Patientinnen und Patienten individuell einzugehen – von der Geburt an bis ins hohe Alter. Das ist grundlegend für eine gute und sichere Versorgung“, so Reinhardt.

Der BÄK-Präsident mahnte zugleich: „Die bestmögliche Patientensicherheit ist nicht zu erreichen ohne eine bedarfsgerechte Personalausstattung, eine gezielte Nachwuchsförderung und ausreichend Zeit für Patienten- und Angehörigengespräche. Wenn stattdessen ökonomische Gesichtspunkte die Oberhand gewinnen, läuft definitiv etwas falsch.“

Das gelte insbesondere in einem Versorgungsalltag, der zunehmend geprägt sei durch fachliche Spezialisierung, Arbeitsteilung und Digitalisierung. „Durch den rasanten medizinischen Fortschritt können Patientinnen und Patienten immer besser behandelt werden. Aber auch die Komplexität der Behandlungsprozesse und damit der Aufwand für die Fehlerprävention nimmt zu“, sagte Reinhardt. Es sei daher gut, dass sich das Thema Patientensicherheit wie ein roter Faden durch alle Stufen der ärztlichen Qualifikation ziehe – vom Medizinstudium über die Facharztweiterbildung bis hin zur kontinuierlichen Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten. „Für Ärztinnen und Ärzte sind Qualität und Sicherheit seit jeher die beiden untrennbaren Seiten einer Medaille“, so Reinhardt.

 

 

 



Hessen: Paracelsus-Medaille für Prof. Viola Hach-Wunderle

Thu, 16 Sep 2021 13:42:22 +0200

 

Frankfurt - Nachdem sie bereits am 4. Mai 2021 auf dem online veranstalteten 124. Deutschen Ärztetag mit der Paracelsus-Medaille – der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft – virtuell geehrt worden war, wurde Prof. Dr. med. Viola Hach-Wunderle aus Frankfurt gestern die Medaille persönlich überreicht.

 

Frankfurt - Nachdem sie bereits am 4. Mai 2021 auf dem online veranstalteten 124. Deutschen Ärztetag mit der Paracelsus-Medaille – der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft – virtuell geehrt worden war, wurde Prof. Dr. med. Viola Hach-Wunderle aus Frankfurt gestern die Medaille persönlich überreicht. Die feierliche Übergabe in der Landesärztekammer Hessen übernahm Dr. med. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer sowie Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen. Hessens Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski wurde krankheitsbedingt per Video zur Feier zugeschaltet.

Prof. Hach-Wunderle – am 5. November 1953 geboren und, nach Stationen in Frankfurt und Bad Nauheim (dort als Chefärztin der Abteilung Innere Medizin und Rehabilitation der William-Harvey-Klinik), seit 2003 als Sektionsleiterin der Angiologie am Gefäßzentrum Krankenhaus Nordwest in Frankfurt tätig – ist für ihr hohes Engagement für das gesundheitliche Gemeinwohl
geehrt worden.

Seit 1984 ist die Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Angiologie und Zusatzbezeichnungen Phlebologie und Hämostaseologie ehrenamtlich als Referentin in der Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen in Bad Nauheim tätig. In dieser Funktion setzt sie sich sowohl für die ärztliche Fort- und Weiterbildung als auch für die Aus- und Fortbildung der Medizinischen Fachangestellten (MFA) ein. Nicht zuletzt geht der Aufbau von Ultraschallkursen in der Akademie auf ihr Wirken zurück.

Darüber hinaus ist die in Heidelberg promovierte und in Frankfurt habilitierte Expertin für Gefäß- und Venenerkrankungen, die 1998 zur APL-Professorin der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt ernannt worden ist, Leiterin der Sektion Angiologie und Gutachterin der Kommission Angiologie und Phlebologie der hessischen Ärztekammer. Seit 1996 ist Hach-Wunderle Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) und seit 1998 zudem Beisitzerin im Vorstand der Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen.

Für ihre hervorragenden Verdienste wurde Hach-Wunderle im Jahre 1996 mit dem Günther-Simon-Fortbildungs-Preis des Bundes Deutscher Internisten und im Jahre 2008 mit der Ernst von Bergmann-Plakette der Bundesärztekammer ausgezeichnet.

www.laekh.de

 



Der Start ist gemacht - Bundesinitiative zum Rauchstopp muss nach der Wahl weitergehen!

Thu, 16 Sep 2021 10:08:31 +0200

 

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko überhaupt. Die Bedeutung der Tabakprävention steht außer Frage. Gemeinsam mit den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitssystems haben sich die Drogenbeauftragte und das Bundesministerium für Gesundheit in diesem Jahr auch verstärkt darangemacht, langjährige Raucherinnen und Raucher für einen Rauchstopp zu gewinnen. Unterstützt wird die Initiative vom Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR), der Bundesärztekammer (BÄK), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der Deutschen Krebshilfe, dem GKV-Spitzenverband, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV).

 

Berlin - Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko überhaupt. Die Bedeutung der Tabakprävention steht außer Frage. Gemeinsam mit den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitssystems haben sich die Drogenbeauftragte und das Bundesministerium für Gesundheit in diesem Jahr auch verstärkt darangemacht, langjährige Raucherinnen und Raucher für einen Rauchstopp zu gewinnen.

Unterstützt wird die Initiative vom Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR), der Bundesärztekammer (BÄK), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der Deutschen Krebshilfe, dem GKV-Spitzenverband, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Rauchen schadet der Gesundheit, tötet tausende von Menschen und reißt Familien und Freundeskreise auseinander. Jeder Rauchstoppversuch verbessert die Lebensqualität, jeder Rauchstoppversuch kann lebensrettend sein. Mit unserer Bundesinitiative ist es erstmalig gelungen, dass alle großen Akteure des Gesundheitssystems bei diesem Thema an einem Strang ziehen. Es geht darum, Raucherinnen und Raucher immer wieder anzusprechen und ihnen beim Rauchausstieg mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Umso wichtiger ist es, dass diese Arbeit nach der Wahl weitergeht. Tabakprävention und die Unterstützung beim Rauchausstieg müssen zu den absoluten Prioritäten der deutschen Gesundheitspolitik gehören.“

Jedes Jahr sterben fast 130.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Millionen von Rauchern leiden aufgrund ihres Tabakkonsums unter Krebs oder anderen Lungen- und Herzkreislauferkrankungen. Während Jugendliche heute viel seltener zu Zigarette und Co. greifen, liegt der Raucheranteil bei Erwachsenen noch immer bei etwa 25 Prozent.

Mit einem strategischen Dialog hat die Drogenbeauftragte im Rahmen der Initiative in den vergangenen Monaten systematisch Verbesserungsmöglichkeiten bei der Ansprache und Unterstützung zum Rauchausstieg identifiziert. Hierbei ging es sowohl um die ambulante Versorgung, als auch um Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen und um den Arbeitsplatz.

Seit April ist die Bundesinitiative auch mit der Kampagne „Deine Chance“ öffentlich sichtbar. Sowohl in den Sozialen Medien als auch an öffentlichen Plätzen. Mit den Plakatflächen, zurzeit etwa auf allen großen deutschen Bahnhöfen sowie vielfältigen anderen Materialien werden gerade starke und langjährige Raucherinnen und Raucher gezielt angesprochen. Über die Website www.nutzedeinechance.de erhalten Interessierte beim Rauchstopp Unterstützung – denn ein fachkundig begleiteter Rauchstoppversuch bietet eine fünf Mal höhere Chance, erfolgreich zu sein. Seit dieser Woche wird die Website zudem durch „Remi Rauchstopp“ ergänzt, den ersten Bundeschatbot mit ausführlichen Informationen zu den Rauchstoppunterstützungsangeboten der Bundesinitiative „Rauchfrei leben“.  Remi hilft Interessierten dank künstlicher Intelligenz dabei, sich im großen Informationsangebot der Initiative schneller und besser zurecht zu finden.

Für die Initiative steht im Jahr 2021 eine Million Euro aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung.

Parallel zur Bundesinitiative hat der Deutsche Bundestag in diesem Sommer beschlossen, dass Arzneimittel zum Rauchausstieg in Zukunft unter gewissen Bedingungen von der Gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden. Außerdem werden insbesondere Tabakerhitzer, E-Zigaretten und Wasserpfeifentabak ab dem kommenden Jahr signifikant höher besteuert als bisher. Auch die Tabaksteuersätze für konventionelle Tabakprodukte werden erhöht.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter www.drogenbeauftragte.de

Zitate der Partner:

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „Insbesondere für langjährige Raucherinnen und Raucher ist der einfache Zugang zu qualitätsgesicherter Unterstützung beim Rauchstopp wichtig. Deshalb unterstützt die BZgA Aufhörwillige mit der kostenfreien Telefonberatung unter 0800-8 31 31 31, dem Online-Ausstiegsprogramm auf www.rauchfrei-info.de sowie dem rauchfrei-Startpaket. Mit der Bundesinitiative ‚Rauchfrei leben – Deine Chance‘ werden diese Rauchstoppangebote noch breiter bekannt, daher sind wir gerne dabei.“

Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor: „Suchtprävention hat bei der PKV Tradition: Wir unterstützen vor allem junge Menschen dabei, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Doch der Schritt hin zu einem gesünderen Leben lohnt sich natürlich immer – ganz besonders auch für fortgeschrittene Raucherinnen und Raucher. Die Bundesinitiative „Rauchfrei leben“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Die PKV beteiligt sich an dieser Initiative daher auch in Zukunft aus voller Überzeugung.“

Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes: „In jedem Alter ist der Ausstieg aus dem Rauchen sinnvoll. Die Krankenkassen fördern die Teilnahme ihrer Versicherten an zertifizierten Kursen zur Raucherentwöhnung, die von qualifizierten Fachkräften durchgeführt werden. Auch online-Kurse werden bezuschusst. Ihre Krankenkasse hilft Ihnen gerne!“

Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: „Menschen zur Rauchentwöhnung zu bewegen, ist ein langer Prozess – das geht nicht von heute auf morgen. Das zeigt sich auch in den Praxen. Ärztinnen und Ärzte, die ihre Patientinnen und Patienten hierbei qualifiziert unterstützen wollen, rauchfrei zu leben, brauchen dafür zusätzlich Zeit. Deshalb ist eine Finanzierung solcher Angebote dringend erforderlich.“

Dr. Martina Pötschke-Langer, Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V.: „Die Mitglieder des Aktionsbündnis Nichtrauchen weisen auf die Bedeutung einer langfristig angelegten Bundesinitiative „Nutze Deine Chance“ zum Rauchstopp hin. Diese Kampagne sollte mit Nachdruck auch in der kommenden Legislatur fortgeführt werden, damit möglichst viele davon profitieren. Je länger sie besteht, umso wirkungsvoller ist sie für die Bevölkerung.“

Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe: „Tabakkonsum ist der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor. Unser Ziel ist daher ein rauchfreies Deutschland bis 2040, in dem weniger als fünf Prozent der Erwachsenen und weniger als zwei Prozent der Jugendlichen Tabakprodukte und E-Zigaretten konsumieren. Die Bundesinitiative ‚Rauchfrei leben‘ ist ein ganz wichtiger Schritt zum Erreichen dieses Ziels.“

Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer: „Ein Fünftel aller Raucher und Raucherinnen versucht jedes Jahr wieder von der Zigarette wegzukommen, die meisten von ihnen scheitern jedoch damit. Sie benötigen kompetente Hilfe, Ärzte und Ärztinnen stehen ihnen hierfür zur Seite.“

 

 

 



Hessen: Welttag der Patientensicherheit: Landesärztekammer Hessen fordert alleinige Zuständigkeit für Fachsprachenprüfungen ausländischer Ärztinnen und Ärzte / Online-Symposium zur Patientensicherheit

Tue, 14 Sep 2021 09:43:14 +0200

 

Frankfurt - Zum Welttag am 17.09.2021 steht die Patientensicherheit im Fokus zahlreicher Aktionen und Veranstaltungen – so auch bei der Landesärztekammer Hessen (LÄKH): Ab 17 Uhr lädt die LÄKH zu einer Online-Sonderveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte und alle weiteren interessierten Mitarbeitenden im Gesundheitswesen ein. Unter dem Titel „Patientensicherheit: Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen“ referieren drei Expertinnen und Experten zu ethischen, klinischen und ambulanten Aspekten der Patientensicherheit.*

 

Frankfurt - Zum Welttag am 17.09.2021 steht die Patientensicherheit im Fokus zahlreicher Aktionen und Veranstaltungen – so auch bei der Landesärztekammer Hessen (LÄKH): Ab 17 Uhr lädt die LÄKH zu einer Online-Sonderveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte und alle weiteren interessierten Mitarbeitenden im Gesundheitswesen ein. Unter dem Titel „Patientensicherheit: Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen“ referieren drei Expertinnen und Experten zu ethischen, klinischen und ambulanten Aspekten der Patientensicherheit.

„Das A und O im Rahmen ärztlicher Versorgung ist die Patientensicherheit“, betont Ärztekammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski. „Über unsere originären Aufgaben wie ärztliche Fortbildung und Weiterbildung hinaus, in denen die Sicherheit der Patienten seit jeher eine große Rolle spielt, möchten wir als Landesärztekammer Hessen noch mehr für dieses Thema tun. Aktuell ist die Sicherstellung einer guten Sprachqualifikation in der ärztlichen Behandlung eines unserer wichtigsten Anliegen.“

Jede erfolgreiche Therapie setzt voraus, dass Ärzte und Patienten miteinander kommunizieren. „Sprachkompetenz ist ein zentraler Baustein der Patientensicherheit. Dagegen können mangelnde Sprachkenntnisse Patienten erheblich gefährden“, mahnt Pinkowski. „Wir fordern deshalb, dass die Landesärztekammer die alleinige Zuständigkeit für sämtliche Fachsprachenprüfungen ausländischer Ärztinnen und Ärzte vor der Approbationserteilung in Hessen übernimmt – wie dies in anderen Bundesländern bereits gelebte und bewährte Praxis ist.“

„Im laufenden Jahr hat die LÄKH zahlreiche Aufgaben übernommen, Projekte angestoßen oder sich an bestehende Aktivitäten angeschlossen, um den Aspekt Patientensicherheit sichtbarer zu machen“, fügt Pinkowski hinzu, der auch Co-Vorsitzender im Ausschuss Patientensicherheit bei der Bundesärztekammer ist. Seit Anfang 2020 gehört die LÄKH dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) an, außerdem ist sie Mitglied im Landesbeirat Patientensicherheit im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI). Um Patientensicherheit gezielt auch in der Fort- und Weiterbildung zu verankern, soll das Thema noch stärker in bestehende Formate – wie die Kurs-Weiterbildung „Ärztliches Qualitätsmanagement“ – integriert werden.

Seit November 2019 erscheinen im Hessischen Ärzteblatt Artikel, in denen relevante hessische und bundesweite Akteure und Institutionen vorgestellt werden, die das Thema Patientensicherheit vorantreiben. Die Resonanz der Leserschaft auf diese Serie ist so positiv, dass die LÄKH zum diesjährigen Welttag eine digitale Gesamtausgabe aller bisher erschienenen Artikel herausgibt (Download unter: https://www.laekh.de/fuer-aerztinnen-und-aerzte/qualitaetssicherung/patientensicherheit). Auch wurde der Patientensicherheit ein eigener Website-Bereich gewidmet – hier werden fortlaufend aktuelle Informationen zum Thema eingestellt
(https://www.laekh.de/fuer-aerztinnen-und-aerzte/qualitaetssicherung/patientensicherheit).

www.laekh.de

 




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