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Fri, 23 Aug 2019 15:54:00 +0200

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Krankenkassen zahlen künftig Biomarker-Test bei Brustkrebs

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Bundesregierung hält am Verbot der Eizellspende fest

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Hamburger Pflegekräfte arbeiten häufig in Teilzeit

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Pro und Contra: Muss ein Plakatwerbeverbot für Zigaretten auch für E-Zigaretten und Tabakerhitzer gelten?

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Landtag in Rheinland-Pfalz debattiert über Investitionskosten für Pflegeeinrichtungen

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Bundesärztekammer

Sachsen-Anhalt: Ärzte drängen auf Förderung der Prävention

Mon, 19 Aug 2019 10:52:39 +0200

 

Magdeburg -  Ärzte sind enge Wegbegleiter der Prävention. Vorbeugend zu wirken bedeutet, eine Erkrankung gar nicht erst entstehen zu lassen. „Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen die Statistik der häufigsten Todesursachen in Sachsen-Anhalt an. Wir Ärzte setzen uns seit Jahren für eine verbesserte Versorgung herzinfarktgefährdeter und -betroffener Menschen ...

 

Magdeburg -  Ärzte sind enge Wegbegleiter der Prävention. Vorbeugend zu wirken bedeutet, eine Erkrankung gar nicht erst entstehen zu lassen. „Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen die Statistik der häufigsten Todesursachen in Sachsen-Anhalt an. Wir Ärzte setzen uns seit Jahren für eine verbesserte Versorgung herzinfarktgefährdeter und -betroffener Menschen ein. Prävention muss die Grundlage für alle Bemühungen sein. Daher suchen wir den Schulterschluss mit allen politischen Akteuren sowie mit den Krankenkassen und anderen Heilberufen. Wandern mit Herzblut ist beispielsweise daraus entstanden“, erklärte Dr. Simone Heinemann-Meerz, Kardiologin und Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt auf dem parlamentarischen Abend der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt. Dieser fand am 14. August 2019 im Haus der Heilberufe in Magdeburg statt. Das Thema „Prävention“ stand im Mittelpunkt des Abends, zu dem Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, sowie Prof. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, begrüßt werden konnten.
 
In seinem Impulsvortrag ging Impfexperte Dr. Gunther Gosch, Kinderarzt und Vorstandsmitglied der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, provokativ mit dem Thema Prävention um. Er erklärte, dass Prävention polarisiere, auch weil der Nutzen und die verbundenen Kosten nicht immer konkret greifbar seien. Das große Problem ist, vorab den Nutzen gesundheitspräventiver Maßnahmen sicher zu erfassen. Der neue politische Ansatz, mehr beratend und motivierend zu wirken, damit Patienten mehr für Ihre Gesundheit tun, sei richtig. Beratung und Kommunikation sind von entscheidender Bedeutung. So weist ein jüngst veröffentlichter Gesundheitsreport einer Krankenkasse auf weitaus größere Impflücken hin, als bislang vermutet. „Das ist für uns der Anlass, noch zielgerichteter Aufklärungs- und Beratungsmaßnahmen anzugehen. Impfprävention ist einer der durchschlagendsten Erfolge der Medizin der letzten zwei Jahrhunderte. Grundlage für eine erfolgreiche Impfprävention sind neben der realistischen Erfassung von Impflücken intensive Aufklärungs- und Beratungsbemühungen, die im Übrigen auch entsprechend vergütet werden müssen. Nicht akzeptabel ist, dass zeitaufwändige ärztliche Beratung von Impfkritikern oder -gegnern, nicht ausreichend honoriert werden. Alle Akteure des Systems sind gefordert, gemeinsam neue Wege zu suchen und zu gehen. Ich halte die Kopplung des Impfnachweises an dem Besuch einer Kindereinrichtung für richtig. Wir brauchen aber auch positive Anreize wie Steuervorteile oder Beitragsboni für Impfwillige. Gleiches gilt im Übrigen auch für andere Präventionsmaßnahmen.“ 
 
Impfprävention setzte voraus, stets ausreichend Impfstoffe zur Verfügung zu haben. Hier müsse der Begriff der Vorbeugung viel früher ansetzen. Politische Fehler der Vergangenheit, wie Überregulierung und Rabattierung des Impfstoffmarktes aus rein pekuniären Interessen, benötigen neue Konzepte. Das gelte in gleicher Weise für den gesamten Arzneimittelmarkt.
 
Sachsen Anhalt zeichnet sich durch die höchsten Impfraten in Deutschland aus. Aber es ist auch ein Land mit überalterter Bevölkerung und mit einer hohen Rate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas. Wissenschaftlich unstrittig ist der Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas auf der einen Seite und einer gesunden Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und sportlicher Betätigung auf der anderen Seite. „Hier muss Prävention auch in der Institutionalisierung von Aufklärung und Beratung ansetzen. Unabdingbar ist eine bereits in Kindereinrichtungen und Schule beginnende umfassende Gesundheitserziehung, die verpflichtend auch in die Ausbildung von Erziehern und Lehrern integriert werden muss.“ Genauso wichtig ist es, dem auf dem Lande bereits spürbaren Mangel in der haus- und fachärztlichen Versorgung sinnvoll zu begegnen und einer Zunahme vorzubeugen. „Vorbeugung bedeutet doch auch, der nachwachsenden Ärztegeneration selbstbewusste und selbstbestimmte Lebensmodelle zu ermöglichen, die letztlich die medizinische Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung auch in der Zukunft auf hohem Niveau sichert“, so Dr. Gosch.

www.aeksa.de

 

 

 



Rheinland-Pfalz: Landesärztekammer schaltet modernisierte Internetseite frei

Thu, 15 Aug 2019 10:28:01 +0200

 

Mainz - Die neue Internetpräsenz der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz ist jetzt online. Die neue Website ist unter der vertrauten Adresse www.laek-rlp.de weiterhin gut erreichbar, präsentiert sich aber in einem komplett neuen Design und mit optimierter Seitenstruktur. Klar strukturierte Bereiche weisen den Besucherinnen und Besuchern schnell und einfach ....

 

Mainz - Die neue Internetpräsenz der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz ist jetzt online. Die neue Website ist unter der vertrauten Adresse www.laek-rlp.de weiterhin gut erreichbar, präsentiert sich aber in einem komplett neuen Design und mit optimierter Seitenstruktur.
 
Klar strukturierte Bereiche weisen den Besucherinnen und Besuchern schnell und einfach den Weg durch das Informationsangebot. „Unser Internetauftritt ist in der neuen Aufmachung nun noch übersichtlicher gegliedert, bietet mit Klappmenüs eine nutzerfreundliche Bedieneroberfläche und erleichtert mit frischer Optik den Überblick“, so Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis. Mit „unserem neuen Online-Schaufenster gewinnt man schnell und unkompliziert Einblicke und Informationen“, fügt er hinzu.
 
Mit nur wenigen Navigationsschritten ist man an den gesuchten Informationspunkten. Die Zuordnung von festen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern sorgt für den direkten Draht in die Landesärztekammer.
 
Bei dem Relaunch „unserer Internetseite haben wir uns intensiv mit dem veränderten Internet-Nutzungsverhalten beschäftigt und uns auch für ein responsives Design entschieden", erklärt der Präsident. Egal ob die Nutzer mit dem Smartphone, dem Tablet oder vom heimischen PC aus auf die Website der Landesärztekammer zugreifen: Die Inhalte passen sich in Bildschirmdarstellung und -auflösung automatisch den unterschiedlichen Anforderungen der Endgeräte an.
 
Matheis: „Wir haben uns an den Trends modernster Weboptik orientiert, um fit fürs Webzeitalter zu sein. Wir wünschen viel Freude beim Stöbern und Entdecken auf unserer neuen Internetseite. Und über Lob und Kritik freuen wir uns.“
 
Die Internetseite der Landesärztekammer gibt‘s wie immer unter:
www.laek-rlp.de 

 



Hessen: Mehr Medizinstudienplätze als Rezept gegen Ärztemangel

Tue, 13 Aug 2019 15:18:58 +0200

 

Frankfurt - „Wir müssen mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden, um auch künftig die ärztliche Versorgung der Bevölkerung sicher stellen zu können“, erneuert der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski die wiederholt erhobene Forderung der Landesärztekammer nach einer Erhöhung der Medizinstudienplätze. "Die ...

 

Frankfurt - „Wir müssen mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden, um auch künftig die ärztliche Versorgung der Bevölkerung sicher stellen zu können“, erneuert der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski die wiederholt erhobene Forderung der Landesärztekammer nach einer Erhöhung der Medizinstudienplätze. "Die gesellschaftlichen Veränderungen machen diesen Schritt dringend notwendig, denn zum einen scheiden in den kommenden Jahren viele Kolleginnen und Kollegen der Babyboomer- Generation aus dem Berufsleben aus, zum anderen ist der ärztliche Nachwuchs überwiegend weiblich.“

Viele junge Ärztinnen – und auch junge Ärzte - mit abgeschlossener Weiterbildung seien dabei, eine Familie zu gründen, oder hätten dies bereits getan. Im Unterschied zu ihren Vorgängern seien sie nicht mehr bereit, ihr Privatleben zugunsten des Berufs zurückzustellen. „Dass junge Kolleginnen und Kollegen einen Teil ihrer Zeit für die Familie aufwenden wollen, ist nachvollziehbar und gut, zugleich fehlt damit jedoch Arztzeit sowohl im niedergelassenen Bereich als auch im Krankenhaus“, erklärt Pinkowski: „Für zwei ausscheidende Ärztinnen oder Ärzte müssten vier neue kommen. Eine solche Verdoppelung lässt sich aber nur realisieren, wenn die Zahl der Medizinstudierenden steigt!“

Während die wohnortnahe fach- und hausärztliche Versorgung in Ballungsräumen voraussichtlich auch perspektivisch gewährleistet sei, werde die Situation in kleineren Kommunen und im ländlichen Bereich immer schwieriger: „Gerade dort wird sich der Ärztemangel zunehmend bemerkbar machen“, so der hessische Ärztekammerpräsident weiter. Überlegungen, eine Landarztquote einzuführen, erteilt er allerdings eine klare Abfuhr: „Stärkung des Landarztes ja, aber kein Zwang.“

Wichtig sei vielmehr, dass die beruflichen Rahmenbedingungen auf dem Land stimmten, betont Pinkowski. „Und hierfür ist die Politik zuständig.“ So komme es darauf an, auch in ländlichen Gebieten eine sinnvolle Infrastruktur in Form von Kindergärten, Schulen und vor allem einer guten Verkehrsanbindung zu schaffen. „Dabei kann und sollte auch quer gedacht werden. So ist es etwa durchaus denkbar, auf dem Land zu arbeiten und in der Stadt zu wohnen, wo der Partner seine Arbeit hat oder die Kinder eine Ausbildung machen.“

Die Überlegung, Abiturienten mit niedrigerem Notendurchschnitt, die Medizin studieren wollen, für eine spätere Tätigkeit auf dem Land zu ‚ködern‘, nennt Pinkowski hingegen kontraproduktiv. Denn so entstünde der Eindruck, dass nur die weniger Ambitionierten aufs Land gingen. „Das wäre fatal! Außerdem würde man damit die Chance vertun, die Tätigkeit des Landarztes attraktiver zu machen“, stellt Pinkowski fest. „Viel sinnvoller wäre es dagegen, jungen Kolleginnen und Kollegen durch die Förderung von Famulaturen und Hospitationen zu zeigen, wie interessant das Landarztleben sei kann – und zwar für Haus- und für Fachärzte gleichermaßen.“

http://www.laekh.de

 



Sachsen: Erstmals und  einzigartig: Das Ärztinnenblatt Sachsen

Mon, 12 Aug 2019 16:55:51 +0200

 

Dresden - In diesem Monat weicht das Ärzteblatt Sachsen erstmals in seiner fast 30jährigen Geschichte vom Namen ab und nennt sich Ärztinnenblatt Sachsen. Das aktuelle Heft widmet sich dem Thema "Frauen in der Medizin - als Ärztinnen, Patientinnen und Wissenschaftlerinnen". Im Vorwort ...

 

Dresden - In diesem Monat weicht das Ärzteblatt Sachsen erstmals in seiner fast 30jährigen Geschichte vom Namen ab und nennt sich Ärztinnenblatt Sachsen. Das aktuelle Heft widmet sich dem Thema "Frauen in der Medizin - als Ärztinnen, Patientinnen und Wissenschaftlerinnen". 
 
Im Vorwort steht: „Die Jahre 2018 und 2019 sind Jahre voller wichtiger Jubiläen: 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, 30 Jahre Friedliche  Revolution  und  70  Jahre  Grundgesetz  mit  dem  „Gleichheitsparagraphen“ . Bei der Diskussion über solche Anlässe entstand  in  der  Redaktion  die  Idee  zu  einem  Themenheft  „Frauen in der Medizin“ . So schnell, wie wir uns einig waren, DASS  wir  ein  „Ärztinnenblatt“  gestalten  wollen,  so  lebhaft  wurde die Diskussion, WIE soll das aussehen? WAS soll drinstehen?“. Das ganze Heft mit spannenden Artikeln, tollen Interviews und zahlreichen Grafiken rund um das Thema Frauen in der Medizin gibt es nun online hier: https://www.slaek.de/de/04/aerzteblatt/archiv/2011-2020/2019/ae082019.php.
 
Aus dem Inhalt:
 
·         Die Medizin wird weiblich – und das ist gut so 
·         Primaten im OP
·         Chefärztinnen in der Chirurgie – Rollenvorbilder für Medizinstudentinnen und junge Chirurginnen 
·         Sächsische Chefinnen: Leitende Ärztinnen im Interview
·         Ärztinnen in Führungspositionen im Wandel der Zeit und der eigene Werdegang
 
Ärztin und Familie      
·         Work-Life-Balance – eine Herausforderung für Ärztinnen mit familiären Verpflichtungen?
·         Umsetzung des Mutterschutzgesetzes für Ärztinnen in Sachsen
·         Paare in Widerspruchsverhältnissen 
 
Frauen als Patientinnen        
·         Pharmakotherapeutische Besonderheiten bei Frauen 
·         Die „Million Women Study” und ihr Beitrag zur Frauengesundheit 
·         Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Burnout-Entwicklungen? 
·         Geschlechtsspezifische Unterschiede im Fach Herzchirurgie 
 
Medizingeschichte     
·         Ida Boysen – eine Chirurgin von intellektueller Bescheidenheit und profunder Humanitas 
 

www.slaek.de

 



Nordrhein: Ungerechtfertigte Skandalisierung auf Kosten der Radiologen

Mon, 12 Aug 2019 16:46:21 +0200

 

Düsseldorf - Eine ausführliche Erklärung des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen (BDR) 

vom 8. August macht nach Auffassung der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) deutlich: es ist unseriös, den 

Eindruck zu erwecken, dass sich Radiologen mittels Abrechnung von Kontrastmitteln ungerechtfertigt ...

 

Düsseldorf - Eine ausführliche Erklärung des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen (BDR) vom 8. August macht nach Auffassung der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) deutlich: es ist unseriös, den Eindruck zu erwecken, dass sich Radiologen mittels Abrechnung von Kontrastmitteln ungerechtfertigt oder gar illegal bereichern (die Erklärung des BDR ist im Wortlaut verfügbar unter (http://www.radiologenverband.de/).

Genau das aber suggeriert die Berichterstattung in Süddeutscher Zeitung („Radiologen machen dubiose Millionengeschäfte“), NDR („Strafrechtler … halten die enormen Zusatzgewinne der Ärzte mit Kontrastmitteln für 'strafwürdig'") und WDR („Der ehemalige BGH-Richter … hält das Pauschalen-Modell, bei dem Radiologen … enorme Gewinne machen können, für 
´strafwürdig`").

Die Radiologen werden hier zu Unrecht angeprangert und geradezu kriminalisiert. Dabei haben sie ohne Zweifel regelgerecht nach den Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet.

„Wer skandalisiert, wo es keinen Skandal gibt, schädigt fahrlässig oder mutwillig das Ansehen der betroffenen Berufsgruppe“, erklärte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, am Montag (12. August) in Düsseldorf, „das können wir nicht 
widerspruchslos hinnehmen.“ Gleichzeitig wird durch die ungerechtfertigte Skandalisierung nach Auffassung der Ärztekammer Nordrhein der seriöse investigative Journalismus diskreditiert, der für unsere Gesellschaft von außerordentlicher Bedeutung ist.

www.aekno.de
 

 



Nordrhein: Individuelle Beratung und Unterstützung für Frauen in Schwangerschaftskonfliktlagen stärken

Tue, 06 Aug 2019 17:15:38 +0200

 

Düsseldorf - Zur Debatte um die Information über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke: Die anerkannten Beratungsstellen sind der beste Ort für Informationen über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Der Gesetzgeber hat der Bundesärztekammer in § 13 ...

 

Düsseldorf - Zur Debatte um die Information über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke:

Die anerkannten Beratungsstellen sind der beste Ort für Informationen über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen.

Der Gesetzgeber hat der Bundesärztekammer in § 13 Abs. 3 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes den Auftrag erteilt, eine Liste derjenigen Ärztinnen und Ärzte zu veröffentlichen, die ihr mitgeteilt haben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen.

Nach der ersten Veröffentlichung dieser Liste ist nun erneut eine Debatte um den richtigen Umgang mit Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch entstanden.

Aus diesem Anlass ist an einen Vorschlag zu erinnern, den der Deutsche Ärztetag im Mai 2018 gemacht hat.

Der Vorschlag des Deutschen Ärztetags ging von dem Ziel aus, vor allem die individuellen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen in einer Konfliktsituation zu stärken.

Dafür spielen – neben der Beratung durch Frauenärztinnen und Frauenärzte – die anerkannten Beratungsstellen nach § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz eine zentrale Rolle. Ohne den Besuch in einer dieser Beratungsstellen kann der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland ohnehin nicht durchgeführt werden.

Die Bundesländer sind verpflichtet, ein ausreichendes, plurales Angebot wohnortnaher Beratungsstellen sicherzustellen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vermittelt über eine Datenbank mit regionaler Suchfunktion zu den anerkannten Beratungsstellen (www.familienplanung.de).

Nun kommt es lediglich darauf an, dafür zu sorgen, dass in den Beratungsstellen bekannt ist, welche Ärztinnen und Ärzte im Umfeld bereit sind, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.

Dann ist eine neutrale, individuelle Information der betroffenen Frauen sichergestellt. In diesem Rahmen ist es auch möglich, angemessen darüber zu informieren, mit welchen Verfahren der Schwangerschaftsabbruch bei den Ärztinnen und Ärzten jeweils durchgeführt werden kann.

Der Vorschlag kommt zugleich den Bedenken von Ärztinnen und Ärzten entgegen, die nicht auf einer im Internet frei verfügbaren Liste erscheinen möchten.

Der Vorschlag des Deutschen Ärztetages ist im weiteren Gesetzgebungsverfahren nicht aufgegriffen worden. Er ist aber auch jetzt noch ohne erneute Gesetzesänderung umsetzbar:

Denn Ärztinnen und Ärzte sind nach § 219a StGB bereits jetzt berechtigt, den anerkannten Beratungsstellen (und auch anderen Ärztinnen und Ärzten) die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Das nun von der Bundesärztekammer erstellte Meldeverfahren kann um die Information ergänzt werden, ob die Ärztinnen und Ärzte (zusätzlich oder anstelle der Aufnahme in die Internet-Liste) mit einer Weitergabe ihrer Angaben an die Beratungsstellen einverstanden sind.

Unabhängig davon melden Ärztinnen und Ärzte (und auch Krankenhäuser) ihre Tätigkeit bereits heute nach § 18 Schwangerschaftskonfliktgesetz an das Statistische Bundesamt. Es wäre unbürokratisch möglich, auch dieser Meldung die Information beizufügen, ob die Ärztin bzw. der Arzt mit einer Weitergabe seiner entsprechenden Daten an die anerkannten Beratungsstellen einverstanden ist.

So lässt sich das Ziel erreichen, dass der Ärztetag formuliert hat: Einer Frau, die sich nach der Beratung für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, soll eine Auflistung der für sie erreichbaren Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung gestellt werden, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Zu dieser Information gehören auch Angaben darüber, mit welchen Verfahren der Schwangerschaftsabbruch bei diesen Ärztinnen und Ärzten erfolgen kann.

Die erforderlichen Informationen wären damit im geschützten Rahmen der Beratungsstellen verfügbar. So wäre sowohl dem Informationsbedürfnis der betroffenen Frauen als auch dem Schutzinteresse der Ärztinnen und Ärzte am besten gedient.

www.aekno.de

 

 

 




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